Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Auslöser?

Ein Auslöser kann allergisch oder nicht allergisch sein, und ist im Grunde alles, was bei Ihnen allergieartige Symptome verursacht.  

 

Was sind häufige Allergiesymptome?

Allergiesymptome betreffen Ihre Nase und Ihre Lunge, die jeweils einen Teil des Atemsystems darstellen. Oft werden diese Symptome als "Heuschnupfen" oder einfach nur als "Allergie" bezeichnet. Die häufigsten Symptome der Nase sind eine verstopfte Nase, Niesen, aber auch Husten und juckende, tränende Augen. Die häufigsten Lungensymptome sind Husten, Keuchen, Kurzatmigkeit und ein Engegefühl in der Brust. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome verspüren, dann können allergische Auslöser diese noch verstärken.

 

Was sind häufige Auslöser?

Auslöser können aus vielen unterschiedlichen Quellen stammen. Häufige Auslöser sind Hautschuppen von Haustieren, Pollen in der Luft, Schimmelpilze, Schmutz, Rauch, Gras und Bäume. Und selbst körperliche Betätigung kann ein Auslöser sein.

 

Kann ich auf mehr als nur ein Allergen allergisch sein?

Ja. Die meisten Menschen mit Allergien sind auf mehr als nur ein Allergen allergisch. Ihre Symptome können teilweise aber auch nur auftreten, wenn sie zwei oder mehr Auslösern gleichzeitig ausgesetzt sind.

 

Kann ich meine Auslöser anhand der Symptome selbst bestimmen?

Nicht unbedingt. Symptome können durch zahlreiche unterschiedliche allergische und nicht allergische Auslöser verursacht werden. Das ausschließliche Betrachten von Symptomen wie verstopfte Nase, Niesen, Husten oder Keuchen zur Bestimmung Ihrer Auslöser ist nicht sehr hilfreich. Es existieren viele mögliche Inhalationsstoffe als allergische Auslöser (innen und außen, saisonal oder ganzjährig). Wenn Sie also allergisch sind und Ihre allergischen Auslöser bestimmen wollen, dann können Sie mit Ihrer Vermutung auch falsch liegen. Sie haben auch nie das gesamte Krankenbild vor sich.

 

Sollte ich auf Allergien geprüft werden, wenn ich Asthma habe?

Ja. Wenn Sie an beiden Erkrankungen leiden und die Allergien nicht behandelt werden, dann kann eine Kombination aus beiden Ihre empfindlichen Atemwege schädigen. Die Forschung zeigt, dass die Mehrzahl der Menschen mit Asthma (bis zu 60 % der Erwachsenen und bis zu 90 % der Kinder) ebenfalls auch an Allergien (1-3) leidet. Ein Test zur Bestimmung Ihrer allergischen Auslöser wird Ihnen und Ihrem Arzt dabei behilflich sein, Ihre Symptome besser zu behandeln.

 

Wie kann mir ein Bluttest dabei behilflich sein, meine Allergien zu bestimmen?

Wenn Sie Allergien haben, dann produziert Ihr Körper einen spezifischen Antikörper (IgE) für Ihre allergischen Auslöser. Der Bluttest misst die Menge Ihres IgE. Ihr Arzt kann die Testergebnisse nutzen, um die spezifischen allergischen Auslöser zu bestimmen, die zu Ihren Symptomen beitragen. Ihre spezifischen IgE-Testergebnisse sind so persönlich und einzigartig wie Ihr Fingerabdruck. Wenn Sie Ihre Testergebnisse erhalten haben, sollten Sie diese mit Ihrem Arzt besprechen und einen maßgeschneiderten Plan entwickeln, um Ihre Exposition zu Ihren spezifischen allergischen Auslösern zu verringern.

 

Was sind die Vorteile eines Allergie-Bluttests?

  • Die Testergebnisse werden Ihnen und Ihrem Arzt dabei behilflich sein, eine für Sie maßgeschneiderte Behandlung zu entwickeln.
     
  • Wenn Sie Ihre allergischen Auslöser kennen, dann können Sie damit Ihre Symptome kontrollieren und reduzieren.
     
  • Normale oder negative Ergebnisse können Ihrem Arzt dabei behilflich sein, bestimmte Allergien auszuschließen, um so andere mögliche Auslöser in Betracht ziehen zu können.
     
  • Ein Bluttest erfordert lediglich eine Blutprobe.

 

Ist eine Reduzierung der Exposition zu meinen allergischen Auslösern hilfreich?

Ja. Die gezielte Reduktion eines oder mehrerer allergieauslösender Stoffe kann dabei behilflich sein, Ihre Symptome und Ihre Medikation zu reduzieren (4). Dies kann nur in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt erfolgen, der Ihr einzigartiges Allergieprofil kennen muss.

 

Was ist der Unterschied zwischen Lebensmittelallergie und Lebensmittelintoleranz?

Die Begriffe Lebensmittelallergie und Lebensmittelintoleranz werden häufig verwechselt. Sie bedeuten jedoch nicht das Gleiche. Lebensmittelintoleranz betrifft, ganz im Gegensatz zur Lebensmittelallergie, nicht das Immunsystem und ist auch nicht lebensbedrohlich. Eine Laktoseintoleranz, d. h. Probleme beim Verdauen von Milchzucker, ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Symptome umfassen normalerweise Völlegefühl, Magenkrämpfe und Durchfall.

Eine Lebensmittelallergie betrifft hingegen das Immunsystem. Sie tritt auf, wenn der Körper IgE-Antikörper gegen bestimmte Lebensmittel produziert. Zu den häufigen Symptomen gehören Urtikaria und Asthma.

 

Kann ein allergischer Patient in seinem Leben Allergien auf weitere Allergene entwickeln?

Die Weiterentwicklung einer Allergie mit fortschreitendem Alter kann als ein "Allergiemarsch" oder "Allergiekarriere" bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass häufig eine Richtung vorgegeben ist, sobald atopische Immunantworten in Zusammenhang mit IgE-Antikörpern den atopischen Zustand eingeleitet und in Gang gebracht haben.

Die Manifestation der atopischen Erkrankung variiert beträchtlich in Abhängigkeit vom Alter des Kindes - so wie auch die beteiligten Allergene. Im Babyalter treten am häufigsten Lebensmittelallergien auf, während im Alter von 3 Jahren Allergien auf Inhalate vorherrschend sind. Neue Allergene können aufgrund der höheren Konzentrationen der Exposition oder auch einfach nur so als neue Allergene hinzukommen. Die Aktivität des Immunsystems nimmt jedoch im Alter auch ab (5).

 

Wie ist die Prävalenz von Allergien?

Ca. 35 % der Bevölkerung zeigen allergische Symptome, wobei die Häufigkeit von Allergien von Land zu Land variieren kann.

 

Warum reagieren manche Menschen allergisch und andere nicht?

Genetische Faktoren bestimmen, wie schnell und wie stark eine Person sensibilisiert ist und wie viele IgE-Antikörper produziert werden. Sensibilisierung, Entzündung und Reizung des Gewebes können bei den jeweiligen Patienten nach verschiedenen Kontakten mit allergenen Stoffen unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

 

Warum kann ein Bluttest nicht für eine Kontaktdermatitis genutzt werden?

Die Kontaktdermatitis wird nicht durch Antikörper, sondern durch Lymphozyten verursacht. Stattdessen kann ein Patch-Test mit einer Reihe von vermuteten Antigenen verwendet werden. Er wird für 48 Stunden auf den Rücken des Patienten geklebt und die Reaktionen werden nach 72 Stunden abgelesen. (Diese Art von Reaktion wird auch als verzögerte Hypersensibilität bezeichnet.)

 

Ist es möglich, aus einer Allergie "herauszuwachsen"?

Ein Kind wächst normalerweise aus einer Milch- oder Eiallergie heraus, während Allergien auf andere Lebensmittel, z. B. Nüsse und Fisch, meist auch in späteren Jahren noch vorhanden sind. Spezifische IgE-Antikörper auf Lebensmittelallergene in jungen Jahren stellen einen frühen Vorhersagewert für die Bildung einer atopischen Erkrankung und für die IgE-Produktion auf Inhalationsallergene im späteren Leben dar.

 

Wie hoch ist die Häufigkeit von Allergien auf Medikamente?

Die Häufigkeit von Reaktionen auf Medikamente in der gesamten Erwachsenenpopulation wird auf ca. 15 % geschätzt. Bei Medikamentenallergien sind zahlreiche Mechanismen involviert, die Häufigkeit von unmittelbaren Reaktionen auf Medikamente (Typ I) scheint im Vergleich zu Allergien auf häufigere Allergene wie Pollen oder Haustiere sehr gering zu sein. Die Häufigkeit einer Allergie auf Penicilline liegt bei 1/1000 Verabreichungen, d. h. 0,7 bis 10 % der Behandlungen (6).

 

Kann man als Erwachsener eine Allergie entwickeln, auch wenn man vorher nie allergisch war?

Ja, man kann immer eine Allergie entwickeln, jedoch treten die Symptome meist in jungen Jahren auf. Dies kann jedoch auch erst später im Leben auftreten, z. B. nach dem Kontakt mit neuen Allergenen oder einer erhöhten Allergenbelastung.

 

Liefern Prick-Hauttest und IgE-Bestimmung unterschiedliche Ergebnisse?

Hauttests und Bluttests werden beide zur Diagnose von IgE-vermittelten Reaktionen auf Allergene verwendet. Unter idealen Bedingungen liefern Prick-Hauttests Ergebnisse, die den Ergebnissen von optimierten In-vitro-IgE-Antikörpertests entsprechen. Hauttests sind jedoch nicht quantitativ, d. h. das Ausmaß der Allergie kann nur schwierig bestimmt werden. Die Ergebnisse können zudem nicht zwischen den Kliniken verglichen werden. Im Gegensatz zu Bluttests sind Hauttests vom Zustand der Haut abhängig und werden durch Medikamente und durch die Durchführungsmethode des Tests beeinflusst. Es besteht ein geringes, aber trotzdem vorhandenes Risiko von systemischen Reaktionen, die durch die Reaktionslösungen auf der Haut ausgelöst werden (7).

Ein weiterer Unterschied ist die Standardisierung. Prick-Hauttests sind von der Qualität des Extrakts, der Kompetenz der durchführenden Person, der Position des Hauttests und der medizinischen Behandlung abhängig. Um eine gute Standardisierung zu erreichen, müssen alle diese Parameter gut kontrolliert werden, was nicht einfach ist. Im Gegensatz dazu werden ImmunoCAP IgE-Bestimmungen durch den Testhersteller standardisiert, das Testlabor wird durch internationale oder nationale Qualitätsbewertungsprogramme, z. B. NEQAS in England, bewertet. Dadurch wird eine ausgezeichnete Standardisierung gewährleistet.

 

Ab welchem Alter kann man einen Allergie-Bluttest durchführen?

Erwachsene und Kinder in jedem Alter können einen Allergie-Bluttest durchführen. Bei Babys und sehr jungen Kindern ist ein einzelner Nadelstich für den Allergie-Bluttest meist angenehmer als mehrere Hauttests.

 

Literatur

  1. Allen-Ramey F, Schoenwetter WF, Weiss TW, Westerman D, Majid N, Markson LE. Sensitization to common allergens in adults with asthma. J Am Board Fam Pract. 2005;18:434-439.
     
  2. Milgrom H. Understanding allergic asthma [news release]. Milwaukee, WI: American Academy of Allergy, Asthma & Immunology; June18, 2003.
     
  3. Høst A, Halken S. The role of allergy in childhood asthma. Allergy. 2000;55:600-608.
     
  4. NIH. Guidelines for the Diagnosis and Management of Asthma, 2007. NIH publication 08-4051.
     
  5. Niemeier NR, de Monchy JG. Age-dependency of sensitization to aero-allergens in asthmatics. Allergy 1992; 47: 431-5.
     
  6. Daniel Vervloet, Michel Pradal. Drug Allergy. Sundbyberg: S-M Ewert AB, 1992:4, 55.
     
  7. Nelson HS. Variables in allergy skin testing. Allergy Proc 1994;15(6):265-8