Glossar

Einige medizinische Begriffe sind schwer zu verstehen. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Begriffe und Ausdrücke in diesem Bereich sowie deren Erklärungen zusammengefasst.

 

 

A  |  G  |  H  |  I  |  K  |  O  |  R  |  S  |  U  |  Z

 

 

A

Allergen
Allergene, auch bezeichnet als Allergieauslöser, sind Proteine, die überall in unserer Umgebung existieren und die eine allergische Reaktion auslösen. Häufige Allergene, die Symptome auslösen, sind Pollen, Hausstaubmilben, Lebensmittel und Tiere.

Anamnese
Befragung des Patienten zum Krankheitsverlauf. Der Arzt stellt Fragen zur Leidensgeschichte, dem Umfeld, körperlichen Beschwerden, bisherige Medikation etc. die Anamnese unterstützt den Arzt bei der Diagnosefindung und Therapiemaßnahmen. 

Anaphylaktischer Schock
Eine akute und lebensbedrohliche allergische Reaktion. Dies kann durch eine Reihe von Substanzen ausgelöst werden, am häufigsten jedoch durch Erdnüsse, Baumnüsse sowie durch verschiedene Meeresfrüchte, Fisch, Eier und Sojabohnen. Ein anaphylaktischer Schock tritt normalerweise schnell innerhalb von 5-15 Minuten auf und erfordert eine sofortige Behandlung.

Antigen
Eine Substanz, an die sich ein Antikörper bindet.

Antikörper
Ein Protein des Immunsystems, das sich spezifisch an andere Substanzen (Antigene) bindet. Antikörper können durch fremde Proteine, Mikroorganismen oder Toxine ausgelöst werden. IgE ist ein Beispiel für einen Antikörper.

Asthma
Eine chronische, entzündliche Lungenerkrankung, die durch wiederkehrende Atemprobleme gekennzeichnet ist

Atopie
Allergieneigung, d. h. das genetische Risiko der Bildung von IgE-Antikörpern und der Entstehung einer allergischen Erkrankung.

 

G

Gliadin
Der Bestandteil von Gluten, der Zöliakiesymptome verursacht.

Gluten
Der Anteil des Mehls, der in Wasser unlöslich ist.

Glutenallergie
Diese Allergie ist eine Weizenproteinallergie und darf nicht mit der Glutenintoleranz (Zöliakie) verwechselt werden. Wenn Sie eine Glutenallergie haben, dann produziert der Körper IgE-Antikörper, die mit einem einfachen Bluttest erkannt werden können.

 

H

Heuschnupfen
Allergische Rhinitis, die im Frühjahr und Sommer auftritt, wenn beispielsweise Birke und Lieschgras ihre Pollen in die Luft entlassen und wir diese dann einatmen. Zu den Symptomen gehören Schwellung der Schleimhautmembrane und eine laufende und juckende Nase, häufig in Verbindung mit juckenden, gereizten und tränenden Augen.

Hyperreaktivität
Überempfindlichkeit der Atemwege, häufig verursacht durch Kälte, starke Gerüche und Tabakrauch. Dies betrifft häufig Asthmapatienten.

Hyposensibilisierung/Immuntherapie
Das Allergen, das die allergische Reaktion verursacht, wird über einen kurzen Zeitraum in erhöhten Dosen injiziert. Die Verabreichung läuft dann normalerweise über mehrere Jahre. Auf diese Art entwickelt die Person eine Toleranz in Bezug auf das spezifische Allergen und kann entsprechend weniger schwerwiegende Symptome zeigen.

I

ImmunoCAP
Testtechnologie zum Bemessen einer allergiespezifischen Analyse im Serum oder Plasma.

Immunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem.

Intoleranz
Überempfindlichkeitsreaktion, bei der keine Produktion von IgE-Antikörpern beteiligt ist. Beispiele für Intoleranz umfassen Laktose- und Glutenintoleranz.

In-vitro
Die In-vitro-Diagnostik impliziert eine Untersuchung außerhalb des Körpers. Gegenteil von in-vivo (im lebenden Organismus).

 

K

Konjunktivitis
Entzündung der Bindehaut. Sie lässt normalerweise das Auge gerötet aussehen, da die kleinen Blutgefäße gereizt und vergrößert sind.Weitere häufige Symptome sind verschwommene Sicht und juckende, gereizte und tränende Augen. Die Konjunktivitis wird auch Bindehautentzündung genannt.

Kontaktallergie
Eine Kontaktallergie ist eine Allergie beim Hautkontakt mit bestimmten Materialien, z. B. Nickel oder Hautpflegeprodukte. Das Immunsystem ist hierbei nicht beteiligt, sondern nur die Hautzellen. Diese Art von Allergie ist daher nicht IgE-vermittelt.

Kreuzreaktivität
Kreuzreaktivität tritt auf, wenn Antikörper, die ursprünglich gegen ein bestimmtes Allergen gebildet wurden, mit einem anderen Allergen reagieren, dessen Struktur ähnlich oder biologisch verwandt ist.

 

O

OAS
Orales Allergiesyndrom Die Symptome umfassen Reizung und leichte Schwellung von Lippen, Zunge, Gaumen und Rachen. OAS wird aufgrund der Kreuzreaktivität von bestimmten Pollen sofort bei Aufnahme von Steinobst und Kernobst ausgelöst. Menschen mit einer Allergie auf Baumpollen können beispielsweise orale Symptome verspüren, nachdem sie Äpfel, Kirschen oder Pfirsiche konsumiert haben, wohingegen Personen, die allergisch auf Traubenkrautpollen sind, auf Möhren und Melonen reagieren können.

 

R

Rhinitis
Ein anderer Name für Schnupfen.

 

S

Sensibilisierung
Beim ersten Mal, wenn eine atopische Person einer allergenen Substanz ausgesetzt ist, kann der Sensibilisierungsprozess beginnen. Sensibilisierungsprozess bedeutet, dass der Körper mit der Produktion von IgE-Antikörpern beginnt, um sich die jeweilige Substanz zu "merken". Beim nächsten Kontakt mit der allergenen Substanz kann eine allergische Reaktion erfolgen.

Spezifisches IgE
Ein IgE-Antikörper für eine spezifische Substanz, z. B. Katzehaare.


U

Überempfindlichkeit
Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber normalerweise harmlosen Substanzen, was zu einer überhöhten Reaktion des Immunsystems führt. Eine Überempfindlichkeitsreaktion erfolgt unabhängig von den beteiligten immunologischen Mechanismen.

Urtikaria
Urtikaria ist eine Hauterkrankung. Sie ist durch rote, juckende, erhabene Hautbereiche gekennzeichnet, die in verschiedenen Formen und Größen auftreten können.

 

 

Z

Zöliakie
Ein anderer Name für Glutenintoleranz. Dauerhafte Intoleranz in Bezug auf glutenhaltige Lebensmittel.