Definition von Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen gehören zu den am wenigsten verstandenen und oft unzureichend erkannten Erkrankungen. Sie treten nur sehr selten auf, abgesehen von Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, rheumatoider Arthritis und systemischem Lupus erythematodes (SLE). Insgesamt gesehen bilden sie aber in Europa und den Vereinigten Staaten die viertgrößte Ursache für eine Invalidität.

 

Der Begriff "Autoimmunerkrankung" bezieht sich auf eine Gruppe von mehr als 80 ernsthaften, chronischen Erkrankungen, die fast jedes menschliche Organsystem betreffen können. So können Erkrankungen des Nerven-, Magen-Darm- und Endokrinsystems, sowie Erkrankungen der Haut und sonstiger Bindegewebe, der Augen, des Bluts und der Blutgefäße dazugehören. Bei all diesen Erkrankungen sind die zugrunde liegenden Probleme ähnlich - das Immunsystem des Körpers wird fehlgeleitet und greift die Organe an, die es eigentlich schützen soll.

Die Symptome variieren in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Erkrankungen, aber auch innerhalb ein und derselben Erkrankung. Da die Erkrankung mehrere Systeme des Körpers befallen kann, sind die Symptome oft irreführend, wodurch eine genaue Diagnose erschwert wird. Um den Menschen eine längeres und gesünderes Leben bieten zu können, sind ein besseres Verständnis dieser Erkrankungen, sowie eine schnelle Diagnose und Behandlung erforderlich. Verlässliche Diagnosetools sind für eine frühe und genaue Diagnose von äußerster Wichtigkeit.