ImmunoCAP Spezifisches IgG

Die Quantifizierung der IgG-Antikörper mit ImmunoCAP Spezifischem IgG führt zu einer verbesserten Patientenbewertung.

 

ImmunoCAP Spezifischem IgG misst die antigen-spezifischen IgG-Antikörper im menschlichen Serum oder Plasma. Spezifisches IgG besteht aus antigen-spezifischen Antikörpern von Immunoglobulin Klasse G. Diese Antikörper sind Teil des natürlichen Verteidigungssystems des Körpers und entstehen als Antwort auf den Kontakt mit fremden Substanzen.

Die Anwesenheit von spezifischen IgG-Antikörpern für ein bestimmtes Antigen ist ein Marker für eine Exposition zu diesem Antigen. Die Konzentration von spezifischem IgG im Serum spiegelt normalerweise auch den Umfang der Exposition zu diesem Antigen wider. Die Messwerte für spezifische IgG-Antikörper können eine Reihe von wertvollen klinischen Informationen in mehreren Bereichen liefern.

Allergische Erkrankung

Bei allergischen Erkrankungen wird das spezifische IgG in folgenden Bereichen genutzt:

  • In klinischen Studien mit Asthma, Rhinitis, Urtikaria, Ekzem und Magen-Darm-Erkrankungen
  • Als ein Marker für die Exposition bei verschiedenen Lungenerkrankungen, z. B. allergischer Alveolitis, Aspergillom und Aspergillose

Immuntherapie

Bei der Überwachung der Immuntherapie zeigt die erhöhte Konzentration von spezifischem IgG:

  • einen allgemeinen (aber nicht definitiven) Zusammenhang mit dem klinischen Ergebnis
  • dass das Immunsystem auf die Therapie anspricht

Erwartete Testwerte

Es bestehen keine gemeinsamen Cut-off-Werte für spezifische IgG-Antikörper, da diese Marker für die Antigenexposition darstellen und nicht direkt mit einer Erkrankung verbunden sind. Die Ergebnisse variieren innerhalb und zwischen den Antigenen. Geografische Variationen sind ebenfalls von Bedeutung, so wie auch die einzelnen Expositionswerte.

Um zu bestimmen, ob Werte erhöht sind, müssen die Referenzwerte von spezifischen IgG-Antikörpern für ein bestimmtes Antigen in einer Reihe von Proben von normalen gesunden Personen gemessen werden und, falls möglich, mit den Werten einer Patientengruppe verglichen werden.

Probengewinnung und Handhabung 

  • Die Blutprobenentnahme und Erstellung von Serum oder Plasma unter Anwendung von Standardverfahren durchführen
  • Bei Raumtemperatur (RT) dürfen die Proben ausschließlich für Transportzwecke aufbewahrt werden
  • Bei 2 bis 8 °C für maximal eine Woche lagern, sonst bei -20 °C lagern
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden

Wichtiger Hinweis

Wie bei allen diagnostischen Tests darf eine endgültige klinische Diagnose nicht nur auf dem Ergebnis eines einzelnen Testverfahrens basieren. Eine Diagnose sollte vom Arzt erst nach Auswertung aller Klinik- und Laborbefunde gestellt werden.

ImmunoCAP Allergenübersicht zum Download.